Sonntag, September 26, 2010

Kristallkugel: Mein Metacritic-Voraussagen für den Videospiel-Herbst

Auf NeoGAF hatte jemand die im Grunde vollkommen sinnlose und bescheuerte, aber irgendwie doch witzige Idee, einen Thread mit Metacritc-Vorhersagen zu eröffnen. Da der kommende Herbst so voll mit spannenden Videospiel-Releases ist, habe ich mich entschlossen, ebenfalls meine Kristallkugel anzuwerfen und ein paar Tipps abzugeben, zumindest für die Titel, die mich persönlich interessieren.

Um es klar zu machen: Die folgenden Vorhersagen spiegeln nicht meine persönlichen Erwartungen wider, sondern ausschließlich den geschätzten Metacritic-Score - wie bei einer Wette. Es geht dabei eher um die allgemeine Vorhersehbarkeit der Videospielpresse, als um den tatsächlichen Wert der Spiele.

Wenn es mehrere sich voneinander unterscheidende Versionen gibt, ist in Klammern die angeführt, die ich meine.

Epic Mickey: 83
Donkey Kong Country Returns: 87
Rock Band 3 (PS3/360/Wii): 92
Sonic Colours (Wii): 79
Sonic The Hedgehog 4: Episode 1: 77
Fallout: New Vegas: 84
GoldenEye 007 (Wii): 85
Kirby's Epic Yarn: 82
Need For Speed: Hot Pursuit (PS3/360/PC): 86

Dienstag, Oktober 27, 2009

Ddongpari / Breathless (Yang Ik-Joon, 2009)


Mein erster Film auf der diesjährigen Viennale (von der Retrospektive abgesehen) kommt aus Südkorea, einem Land, dem ich seit einiger Zeit so gut wie blind vertraue, wenn es um Filme geht. Und daran ändert sich auch mit Ddongpari nichts.

Es handelt sich um das Regiedebüt von Yang Ik-Joon, der auch produziert, das Drehbuch geschrieben und die Hauptrolle übernommen hat, und ist die Geschichte eines extrem bösartigen und gewalttätigen Geldeintreibers und seiner bizarren Freundschaft zu einem jugendlichen Mädchen. Von der ersten Szene an ist klar, dass der Film in einer brutalen, unmenschlichen Welt spielt, voll mit Menschen, die unter ihren Lebensumständen leiden und den dadurch ständig präsenten Schmerz, Frust und Druck durch Gewalt an anderen ablassen - ein unendlicher Zyklus, der alle Lebensbereiche durchdringt. Passend dazu zeigt die Kamera raue, verwackelte Bilder und Filmmusik wird sehr sparsam eingesetzt, um die seltenen zärtlichen Momenten hervorzuheben.

Trotzdem ist Ddongpari (wörtlich übersetzt bedeutet der Titel übrigens "Dungfliege") eine emotionale, charakterbasierte Geschichte, und tappt dabei in die ein oder andere Klischee- bzw. Konventionsfalle hinein. So kann man sich nach der ersten halben Stunde den restlichen Plot des Films im Groben ausrechnen, und einige Sequenzen wie Rückblenden werden etwas unsubtil und einfallslos umgesetzt. Von diesen paar Stolpersteinen abgesehen kann der Film im Großen und Ganzen jedoch durchgehend mitreißen, vor allem dank der starken Performances und Dialoge, in denen zwischen Fluchtiraden im Maschinengewehrtakt auch immer wieder subtiler Humor durchblitzt.